Das Ende unseres Weges


Eine Hommage an die Vergangenheit

Eigentlich dachte ich, das mit uns, es ist für ewig. War es aber nicht. Du warst der Mann, mit dem ich bis ans Ende der Welt gehen wollte. Das soll nun nicht mehr sein. Aber ich bin nicht mehr traurig darüber. Ich habe ein neues Leben begonnen, ohne dich.

Die Erinnerungen bleiben mir allerdings erhalten. Das wird mir niemand nehmen können, denn die sind in meinem Gedächtnis eingebrannt wie ein Brandzeichen auf der Haut oder ein Tattoo, das man sich stechen lässt.

Du führtest mich an Orte, an die ich ohne dich vielleicht nie gekommen wäre. Dort war ich glücklich, glücklich mit dir und glücklich mit denen, die ich an dieser Stelle kennenlernen durfte. Diese Menschen musste ich da zurücklassen, nicht wissend, ob ich sie jemals wiedersehen werde. Das wird wohl wirklich so sein. Aber auch darüber bin ich nicht traurig.

Als ich von diesem Platz weggehen musste, ließ ich Menschen zurück, die mir ins Herz gewachsen und mir wie meine eigene Familie waren. Das wird immer so bleiben, bis ich irgendwann mal der Welt für immer Adieu sagen muss.

Die Zeit, die wir zusammen verbrachten, war schön, aber auch gesät von Widrigkeiten, die wir zusammen gemeistert haben. Bis wir eines Tages feststellen mussten, dass das, was wir wollen, uns wünschen, führt uns nicht mehr auf einem gemeinsamen Weg zum Ziel, sondern auf getrennten Wegen.

Nun sind wir kein Paar mehr. Jedenfalls kein Liebespaar, aber immer noch ein Elternpaar, das den gemeinsamen Sohn umsorgt und diesen behütet aufwachsen lassen will.

Auch wenn wir jetzt getrennte Wege gehen, wir über die Brücke des Lebens nicht mehr in einer Richtung, sondern jeder in eine andere Richtung geht, besteht kein Hass zwischen uns. Wir lieben uns nicht mehr, doch wir mögen uns wie Freunde. Möge es immer so bleiben. Das wünsche ich mir, für dich und deine Zukunft und auch für mich.