Ballermann Sex


Hart hämmerten die Bässe aus den Lautsprechern, die im ganzen Saal verteilt waren. Kurios zuckende Menschen hüpften auf der Tanzfläche und machten Verrenkungen, die man heutzutage Tanzen nennt. Leander verstand es nicht, wie sich manche so eigenartig bewegen konnten. Er sah keinen Sinn dahinter, sich so zum Affen zu machen. Er dachte dabei mehr an die Fruchtbarkeitstänze, die er in Afrika beobachten konnte. Da war es ihm lieber, mit einer Dame seiner Wahl einen gepflegten Walzer aufs Parkett zu legen. Aber da er nun mal hier war, musste er sich auch den Gepflogenheiten anpassen. Er musste ja nicht unbedingt tanzen. Vielleicht war er auch nicht mehr in dem Alter, in dem man so etwas verstand.

Leander stand in der Nähe einer der dröhnenden Boxen und wippte im Takt der Musik mit einem Fuß. Die Lautstärke störte ihn komischerweise nicht, obwohl ihm die Ohren klingelten. Das Vibrieren der Bässe übertrug sich auf seine Brust. Er spürte es als Kribbeln, das sich über jede einzelne Faser seines Körpers ausbreitete. Er stand regelrecht unter einer eigenartigen Spannung, genau wie sein Schwanz. Dieser quälte ihn bereits seit einigen Tagen. Seine ständigen Gedanken an die beiden Grazien aus Cala Mesquida genügten und er machte sich selbstständig. Es war eine Qual für den Mann, ständig mit einem Ständer rumlaufen zu müssen. Da half auch wichsen nichts, außer dass seine geschundene Eichel inzwischen unangenehm schmerzte. Er konnte einfach nichts dagegen tun. Allzeit bereit, war wohl zur Zeit die Devise seines Frauenbeglückers. Eine Frau wäre jetzt der Hammer, eine Frau, mit der er seine Gelüste ausleben könnte, die sich lasziv unter ihm rekeln und sein Blut in Wallung bringen würde.

Lag es an Mallorcas Klima? Oder an Jessica und Madeleine aus Cala Mesquida, den zwei Grazien, die er seit seiner Ankunft auf Mallorca heimlich bespitzelte. Er hatte in seinem Leben schon genug heiße Feger gesehen, doch diese beiden raubten ihm den letzten Atem.

Heute war Leander den beiden Frauen ins „Paradies Beach“ an den Ballermann 6 gefolgt. Ob sie wussten, was hier manchmal so abging. Er hatte schon von geilen Darbietungen gehört, die bis zu hartem Porno reichten. Regelmäßig sollten sich hier Talente-Coaches herumtreiben, stets auf der Suche nach tabulosen Sternchen für den nächsten Dreh.

Ob seine Traumprinzessinnen wohl auch entdeckt werden wollten. Das Outfit dazu trugen sie ja schon. Nein, das konnte er sich bei ihnen nicht vorstellen.

Klammheimlich war Leander ihnen nachgestiegen, ohne dass sie es bemerkten. Er wandelte auf ihren Spuren wie ein Geist. Immer vor Ort, aber unsichtbar. Es wäre ihm jedoch unheimlich peinlich gewesen, wenn sie ihn auch hier entdeckt hätten. Es reichte ihm schon, dass sie ihn beim Spannen auf ihrer Terrasse in der Finca in Cala Mesquida erwischt hatten. Er fragte sich, warum die beiden sich die Mühe machten, extra an den Ballermann zu fahren, nur um eine Disco zu besuchen. In ihrer Nähe gab es bestimmt auch solche Lokalitäten, in denen man abfeiern konnte. Für seinen recht kühl denkenden Kopf unverständlich. Aber versteh einer die Frauen. Die dachten und tickten ganz anders als Männer. Waren sie womöglich auf der Suche nach einem Abenteuer? Fürchteten sie vielleicht das Gerede der Leute und verzogen sich deshalb in die Anonymität der Stadt?

Plötzlich fühlte sich Leander beobachtet. Er blickte sich um und entdeckte Jessica, die an einer Bar im Licht einer Spotlampe stand und gedankenverloren an ihrem Cocktail nippte. Dabei schaute sie in seine Richtung. Lag Erkennen in ihren Augen? Leander konnte es nicht feststellen. Unmöglich bei diesen Lichtverhältnissen und der Entfernung zu der Frau.

Jessica trug heute wieder etwas absolut Heißes. Das Oberteil konnte man schon nicht mehr als Oberteil bezeichnen, sondern eher als Nippelbedecker. Der Ausschnitt reichte bis ins Tal des Nabels. Leander nahm an, sie hätte einfach ein rückenfreies, kurzes Shirt verkehrt herum angezogen. Unter dem Saum waren zwei handbreit nichts weiter als nackte Haut. Darunter folgte etwas, was man eigentlich Rock nennen sollte. Na gut, wollen wir mal ehrlich sein, es war eher ein breiter Gürtel, der gerade so den Hintern bedeckte. Mehr war es wirklich nicht. Das Stück Stoff umspannte ihren herrlich knackigen Hintern. Wenn sie sich strecken oder bücken würde, könnte man Jessicas Muschi sehen. Ob sie überhaupt etwas drunter trug und wenn ja, was?


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