Zu viel Hitze


An dem Tag, an dem die hier erzählte Geschichte passierte, war wieder ein besonders heißer Tag im Frühsommer des Jahres 2006. Ich saß in meinem Büro und machte meine Schreibarbeiten. Nebenher musste ich noch die Laufkundschaft bedienen, die sich doch ab und an mal hierher verirrte, um etwas zu kaufen. Heute waren nur wenige da, so dass ich recht schnell vorankam. Aber die Hitze, die im Laufe des Tages immer mehr zunahm und mein Büro brütend heiß wie eine Sauna machte, verdarb mir echt den Spaß an der Arbeit. Viel lieber würde ich jetzt am Baggersee liegen, in der Sonne nahtlos braun werden und ab und an mal zur Abkühlung ins Wasser springen. Ich schwitzte und auch der Ventilator, den ich auf meinem Schreibtisch aufgestellt hatte, brachte nicht die Kühlung, die ich benötigte. Es war kurz vor Mittag. In Gedanken an den Baggersee und die eventuell sich dort tummelnden männliches Wesen, heizten nicht nur mein Gemüt auf sondern auch eine gewisse Körperstelle. Ich beschloss, erst einmal eine kurze Pause zu machen, um meine Gedanken zu ordnen und um mich wieder auf meinen Job konzentrieren zu können. Ich holte meinen Salat aus dem Kühlschrank, den ich mir von zu Hause mitgebracht hatte und machte es mir auf meinem Schreibtischsessel bequem. Als ich beim Essen war, hörte ich den Türgong, der am Eingang des Ladens angebracht war. Ein Kunde betrat den Verkaufsraum. Ehe ich zu ihm ging, um ihn zu begrüßen und nach seinem Begehren zu fragen, sah ich ihn mir von Weiten an. Er war etwa einen Meter achtzig groß, schätzungsweise neunzig Kilogramm schwer. Sein sehr gepflegtes Gesicht wurde von einem kurz geschnittenen Backenbart umrahmt. ,Aha, ein männliches Wesen und auch noch ein sehr ansehnliches“, ging mir durch den Kopf, während sich in meinem Schritt eine verdächtige Nässe breit machte.

Als ich ihm gegenübertrat, um ihn zu begrüßen, schaute ich mir seine Hände an. Ich schaue meist zuerst auf die Hände eines Mannes, denn dran sieht man, ob er sich ordentlich pflegt. Dieses Exemplar von Prachtmann hatte herrliche gepflegte Hände mit nicht allzu langen Fingern.

„Guten Tag“, grüßte ich ihn. „Wie kann ich ihnen helfen?“

Er schaute mich an, dass es mir ganz heiß wurde unter seinen Blicken.

Nach einigen Sekunden antwortete er: „Ich schaue mich erst einmal um, was sie hier zu bieten haben.“

Dabei wanderten seine Blicke an mir hoch und runter. Sie schienen mich regelrecht ausziehen zu wollen. Ich kam mir vor, als wäre ich nackt. Ihn schien meine Verlegenheit aber gar nicht zu stören. Im Gegenteil.

Einerseits war es mir etwas peinlich, so von ihm betrachtet zu werden, andererseits machte es mich aber auch an. Ein verdächtiges Ziehen in meinem Unterleib ließ mich leicht zusammen zucken. Das kam sonst nur vor, wenn ich sexuell erregt war. Erregte mich dieser Fremde so sehr? Wohl doch! Dabei kannte ich ihn ja noch nicht einmal. Seltsam.

Er schaute mich an und mir wurde ganz heiß. Seine Blicke wanderten wieder an mir hoch und runter. Ich kam mir schon fast nackt vor, so wie ich vor ihm stand. Das enge Oberteil, das ich an diesem Tag trug, spannte sich straff über meinen recht üppigen Busen. Der Büstenhalter, den ich darunter trug, konnte nur mit Mühe meine Oberweite bändigen. Eigentlich hätte ich auch darauf verzichten können, denn trotz, dass mein Busen recht groß war, konnte ich ohne etwas drunter gehen, ohne dass die Schwerkraft siegte. Dazu hatte ich einen langen weiten Rock an, der meine pfundige Figur umschmeichelte und zu viele Pfunde an Stellen, wo sie nicht sein sollten, etwas versteckten.

Und nun stand dieser Typ vor mir und schaute mich an, als würde er jeden Moment über mich her fallen. Mir wurde das fast schon peinlich und ich trat verlegen von einem auf den anderen Fuß.


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