Die Hexe und der Vagabund


Die Geschichte ist ein Beitrag zum Gemälde-Schreibwettbewerb

im September bei Bookrix.

Die Vorlage ist ein Gemälde von Albert Bierstadt „Storm in the Rocky Mountains“.


Anno 1335 irgendwo in den Bergen

Langsam quälte sich der Zug an Reitern und zu Fuß gehenden Männern, Frauen und Kindern durch das dunkle Tal. Die Berge links und rechts türmen sich mächtig und majestätisch in die Höhe. Als würde es an diesem regnerischen Tag nicht bereits dunkel genug sein, hingen die Wolken wie festgekeilt zwischen den felsigen Berghängen so tief, dass man annehmen könnte, man könne sie mit der Hand erreichen. Nur ein paar Sonnenstrahlen schafften es, die dichte Wolkendecke zu durchbrechen. Das letzte Unwetter hatte große Schneisen in die bewaldeten Hänge geschlagen. Abgebrochene Bäume lagen kreuz und quer umher. Zum Glück blieb der Weg, den die Kolonne nehmen musste, von Einstürzen verschont.

Die Menschen, die mürrisch schweigend neben- und hintereinander gingen, hatten ihre Hüte, Mützen und Kapuzen tief ins Gesicht gezogen, um sich vor dem Regen zu schützen. Ihre einfache Kleidung triefte vor Nässe und schützte längst nicht mehr vor dem Wetter. Fröstelnd rieben einige mit den Händen an ihren Armen, um sich wenigstens ein klein wenig zu erwärmen. Niemand sprach ein Wort, nur das leise Schnauben einiger Pferde und das Rattern der Wagenräder durchbrach die unheimliche Stille. Ab und an sprang eines der Kinder in eine Pfütze und erfreute sich lachend über das Geschimpfe der Erwachsenen, die von den hochspritzenden Wasserfontänen zusätzlich nass wurden. Die Mütter hatten alle Hände voll zu tun, die kleinen Wirbelwinde im Zaum zu halten und zur Ruhe zu ermahnen. Oftmals blieb es dabei nicht nur bei einer kleinen Ohrfeige.

Ängstlich schaute die Gruppe Mönche, die sich dem Zug angeschlossen hatte, zum beunruhigend dunklen Himmel hinauf. Einige von ihnen bekreuzigten sich und beteten still ein Vaterunser, in der Hoffnung, von der Strafe Gottes, die sie auf sich zukommen sahen, verschont zu werden.

„Der Herrgott bestraft uns für unsere Sünden“, flüsterte ein junger Mönch, namens Franz ehrfurchtsvoll und vor Angst bebend. Franz war erst vor kurzer Zeit dem Orden beigetreten und sah in jedem Sünder einen Gotteslästerer, der mit dem Tod bestraft werden sollte. Sein Blick wanderte erneut nach oben zu den tief im Tal hängenden Wolken. Mit klopfendem Herzen bekreuzigte er sich, als würde ihn diese Geste schützen können.

„Rede nicht so einen Unsinn“, erwiderte Bruder Michel, der neben ihm lief. „Am Tag der Auferstehung sind wir frei aller Sünden und werden die ewige Glückseligkeit erleben können.“

„Bis dahin schmoren wir in der Hölle und büßen der Sünden, die wir zu Lebtag begangen haben“, murrte Franz griesgrämig und bekreuzigte sich erneut. „Wie diese von Gott verdammte Hexe dort! Brennen soll sie für ihre Sünden!“, spie er angeekelt aus und zeigte mit dem Finger auf das angekettete Mädchen, das stumm im Karren kauerte, dem einzigen, der diese Prozession begleitete.

„Sei unbesorgt, Bruder Franz. Wir sind frei aller Sünden, wenn wir zum Himmel auffahren“, hörte der ängstliche junge Bruder von hinten einen der Mitbrüder sagen. Er drehte sich um und blickte genau in Bertholds wasserblaue, sanft schauende Augen. Der alte Mönch lächelte ihm aufmunternd zu. „Die arme Sünderin dort hinten wird es nicht so gut haben wie wir“, sprach er weiter beschwichtigend auf Franz ein. „Auf sie wartet die Hölle und die ewige Verdammnis. Möge sie einen gnadenvollen Übergang haben.“ Sein Blick zeigte das Mitleid, das er mit dieser armen Seele hatte.

Kopfschüttelnd schaute Franz erneut zu dem Mädchen, das verängstigt und in Ketten in einer Ecke des vergitterten Wagens hockte, der von zwei Eseln gezogen wurde. Mehrere bewaffnete Männer scharten sich um den Karren dieser Sünderin, und weideten sich an ihren Qualen, die ihr gleich widerfahren würden.

Das Haar des Mädchens war geschoren, ihr Blick, der umherschwirrte wie ein verängstigtes Vögelchen war wirr, wie von einer anderen, unbekannten Welt. Das dünne Büßerhemd, das sie trug, schützte sie weder vor dem Unbill des Wetters noch vor den lüsternen Blicken der sie begleitenden Wächter. Der Stoff war durchnässt und klebte an ihrem mageren Körper. Nicht einmal die noch sprießenden Brüste konnte er verdecken. Mit zitternden Lippen redete sie mit sich selbst. Was sie sprach, konnte niemand verstehen. Die vorangegangene Folter war ihr immer noch anzusehen. Eines ihrer Augen war dick angeschwollen, an ihrer linken Wage prangte eine blutige Strieme, an den nackten Armen waren noch eiternde Brandwunden zu sehen. Sie starrte vor Schmutz. Dass sie unter Schmerzen litt, war der Kleinen sehr wohl anzusehen. Angeekelt wandte sich Franz ab und betete still weiter.

Einer der Wächter, der neben dem Wagen herging, stieß dem Mädchen seinen Stecken ins Kreuz. Als es erschrocken aufspringen wollte und von den Fesseln, die es an den Füßen trug, zurückgerissen wurde, brach er in hämisches Gelächter aus.

Taumelnd rammte das Mädchen mit einer Schulter gegen die Gitterstäbe, stieß sich sogar die Stirn blutig. Ein rotes Rinnsal bahnte sich den Weg von der hohen Stirn über ihre Wange und tropfte zu Boden. Ein Schmerzensschrei kam aus ihrem Mund, was den Wächter erneut zum Lachen brachte.

„Lass sie in Ruhe. Als hätte sie nicht schon genug gelitten!“, schnauzte sein Kumpan ihn an, was der andere mit einem bösen Seitenblick quittierte. Schützend postierte er sich zwischen den Wagen und seinem Kameraden.

„Willst sie wohl ganz für dich alleine, diese Metze des Teufels“, fuhr sein Gegenüber ihn an. Dabei bleckte er lüstern die Zähne und griff sich in den Schritt. „Mich wird sie wollen, nicht dich, du Hänfling“, meinte er laut lachend und machte obszöne Bewegungen mit den Hüften. „Schau dir mein Gemächt an“, setzte er hintenan und machte sich daran, seine Bruche zu öffnen, um seinem Kameraden sein Glied zu präsentieren. „Das ist ein Schwanz wie der eines Hengstes. Das wollen die Frauen und nicht solche kümmerliche Dinger, wie deiner einer ist.“ Gröhlend nestelte er weiter an dem Strick, der seine Bruche hielt.

Angewidert wandte sich der junge Mann ab. Er überlegte bereits seit ihrem Aufbruch angestrengt, wie er das arme Mädchen im Karren vor dem drohenden Feuertod retten könnte. Noch war der Weg bis zur nächsten Stadt weit, in der Gericht über das arme Wesen gehalten werden sollte. Doch mit jedem Schritt näherten sie sich immer mehr dem Ziel. Dass bereits Hilfe für die Kleine nahte, ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Der junge Soldat Gisbert hing sinnierend seinen Gedanken nach und achtete nicht auf die Umgebung, obwohl ihnen von ihrem Herrn befohlen wurde, keine Minute die drohende Gefahr zu missachten, die in diesem unwirtlichen Gebirge hinter jedem Felsbrocken, ja sogar hinter jedem Baum auf sie wartete. Die Hexe musste unbedingt dem Hohen Gericht übergeben werden, damit dies ihr die Strafe auferlegte. So bemerkte Gisbert auch nicht, genau wie sein immer noch laut gröhlender und mit seinem angeblichen Hengstgemächt prahlende Kumpan, dass sich zwielichtige Gestalten anschlichen. Hinter den Felsen Deckung suchend näherten sie sich der Kolonne. Gisberts Gedanken schwirrten zu dem Mädchen im Karren, dessen Namen er nicht wusste und doch bis über beide Ohren in es verliebt war.

„Da ist sie“, flüsterte einer der dunklen Gesellen und zeigte auf den von Wächtern umringten Wagen, in dem das Mädchen angekettet verharrte. „Schau sie dir an, was diese Teufel aus meiner Magdalena gemacht haben.“ Er spuckte angewidert aus. Gebannt verfolgten sie von ihrem versteckten Beobachtungsplatz die Kolonne, die gemächlich den schlammigen Weg entlang zuckelte.

„Bleib ruhig, Freund“, versuchte der Zweite den jungen Mann zu beruhigen. „Wir sind viele. Die da…“, er zeigte auf die Kolonne, „sind nur wenige Bewaffnete, ansonsten im Kampf ungeübte Mönche, wehrlose Frauen und Kinder. Die paar Bewaffneten überwältigen wir mit Leichtigkeit. Wir sind in der Übermacht.“

„Sie haben Waffen, Schwerter, Spieße…“, sagte der junge Mann. Noch konnte er sich nicht vorstellen, wie sie, die nur Knüppel, einfache Messer und Forken hatten, diese übermächtigen Wächter überwältigen konnten.

„Komm mit“, flüsterte Benedict und schlich durch das Gebüsch zum nächsten Weg. „Schau dort unten“, er zeigte mit dem Finger auf eine Enge zwischen den Felsen. „Dort stehen unsere Freunde bereit und warten auf ihren Einsatz. Es ist alles abgesprochen. Die Gefahr, gefangen und eingekerkert zu werden, ist gering. Sie werden keine Chance haben, uns zu entfliehen. Ihr Blut wird in Strömen fließen.“ Er redete sich in Rage, dass er kaum noch zu bremsen war.

Der junge Endres, der Magdalena unbedingt zu seiner Braut haben wollte, ließ sich von der Euphorie seines Freundes Benedict mitreißen. Bald würde er seine Liebste wieder in den Armen halten können. Die Schmach und die Qualen, die sie erleiden musste, würden gesühnt sein. Dann könnte¬ sie endlich seine Frau werden und ihre Heilkunst unbehelligt weiter betreiben können, die von vielen als Hexenwerk angesehen wurde, dabei hatte sie schon so manches Menschenleben gerettet. In den Bergen waren sie sicher vor den Häschern, doch die Hilfebedürftigen, würden immer wissen, wo sie zu finden war.

Angespannt warteten die Männer, die sich um Endres geschart hatten, auf den Moment des Angriffs. Die Kolonne mit dem Karren, in dem Magdalena eingesperrt war, näherte sich der Enge zwischen den Felsen. Alles war bereit, die Männer aufgeregt, sich endlich rächen zu können.

Obwohl Endres nur ein Vagabund war, genoss er hohes Ansehen bei seinen Freunden. Er wanderte von einem Ort zum anderen, arbeitete mal hier, mal da für einen Hungerlohn. Das meiste davon gab er an seine Kameraden ab, damit diese sich auf den Märkten der Umgebung dringend benötigte Nahrungsmittel für die kalte Jahreszeit kaufen konnten. Als Verstoßene hatten sie nicht die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt auf ehrliche Art und Weise zu verdienen. So waren sie für jede noch so kleine Münze dankbar, die Endres ihnen überließ. Dafür überließen sie ihm im Winter einen Platz in ihrem Lager. Nur dann, wenn es bei den Bauern keine Arbeit auf den Feldern und in den Scheunen mehr gab, zog er sich in die Wälder zu seinen Kameraden zurück.

Als Endres Magdalena, die Tochter einer heilkundigen Frau kennenlernte, wollte er unbedingt sesshaft werden, mit ihr eine Familie gründen, Kinder zeugen und glücklich werden. Er wünschte sich mit ihr ein kleines Häuschen im Schutze des Dorfes. Ein wenig Geld hatte er ansparen können, um sich den Wunsch erfüllen zu können. Sich die Wünsche zu erfüllen war schwerer als gedacht. Die beiden liebten sich, doch seiner Liebsten wurde Ungeheuerliches zur Last gelegt.

Eines Tages wurde Magdalena von einer neidischen Nachbarin wegen Hexerei angezeigt und daraufhin festgenommen. Daher zog sich Endres bereits im Spätsommer zu seinen Freunden in das verborgene Lager zurück und beriet mit ihnen, wie sie Magdalena retten könnten. Die Nachbarin bezichtigte seine Liebste, ihre Mutter verzaubert zu haben, die vor kurzem an einer plötzlichen Krankheit verstorben war. Mehrere Leute, die die angebliche Tat bezeugten, standen der Nachbarin bei. So blieb dem Herrn des Landes nichts weiter übrig, als das Mädchen einzukerkern und zu foltern, damit es seine bösen von Satan angestifteten Taten gestand. Magdalena jedoch blieb standhaft und blieb dabei, nichts Böses getan zu haben.

Nun endlich stand die Rettung des Mädchens bevor. Die Knüppel fest in den Händen, platzierten sich die Verstoßenen an der geeigneten Stelle. Die Männer, die die Kolonne anführten, ahnten nichts von der drohenden Gefahr, auch die anderen im Zug nicht. Erst als der Weg für einen Rückzug versperrt war, sahen sie, in welch einer gefährlichen Lage sie sich befanden. Doch ein Zurück gab es nun nicht mehr. Ein Rückzug wurde von herunterstürzenden Felsbrocken unmöglich.

Schreiend, die Knüppel und Forken erhoben, stürmten die Vagabunden, die in der Überzahl waren, auf die Wachen zu. Sie hieben alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Den überrumpelten Soldaten blieb nichts anderes übrig, als für ihr Leben zu beten.

Vom Geschrei aus ihrer Lethargie erwacht, blickte Magdalena den ihr fremden Männern entgegen. Was wollten sie? Ein Überfall? Ängstlich presste sie sich in ihre Käfigecke.

Geschrei, Gerangel, Schläge prasselten auf die Wächter nieder, die der Übermacht der Vagabunden nicht gewachsen waren. Sich gegenseitig schützend, versuchten sie sich trotz Ausweglosigkeit vehement zu wehren. Die Mönche fielen laut betend auf die Knie. Auch sie wurden einfach überrannt und niedergemetzelt. Die Reiter wurden von ihren Pferden gezerrt und gemeuchelt, die Pferde eingefangen und in Sicherheit gebracht. Sie würden später gutes Geld für die Sippe einbringen.

„Verschont Frauen und Kinder“, schrie Endres, der nicht wollte, dass Schutzbedürftigen Leid geschah. Seine Männer gehorchten widerspruchslos.

Blut unter den sich wehrenden Wächtern floss. Die Schmerzensschreie der Verwundeten hallten durch das Tal. Doch die Vagabunden hatten kein Erbarmen mit den Männern. Auch nicht mit den Mönchen, die sie als Wurzel des Übels ansahen. Wie blind wüteten sie unter den Wächtern, kannten keine Gnade. Magdalenas Qual musste gerächt werden. Erst als die meisten der Männer tot oder verwundet am Boden lagen, oder das Heil in der Flucht suchten, hielten sie ein. Schwer atmend bahnte sich Endres den Weg durch die Verletzten und Toten. Einem Mönch, der mit einer tiefen Kopfwunde sein letztes Vaterunser betete, versetzte er den Gnadenstoß.

Endlich erreichte Endres den Karren, in dem Magdalena ihm wie erstarrt entgegen blickte. Blut und Dreck verschmierte sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit, das Weiß seiner Augen blitzte aus seinem Antlitz wie die glühenden Augen des Teufels. Magdalena rutschte in die hinterste Ecke und umschlang schutzsuchend mit den Armen ihre angewinkelten Knie. Sie zitterte wie Espenlaub, vor Kälte, aber auch vor Angst.

„Magdalena, Liebes, ich bin es, dein Endres“, gab sich der schmutzige Mann zu erkennen. „Du bist gerettet, Gott sei Dank“, flüsterte er ergriffen und sank erschöpft auf die Knie. Schnell besann er sich der Lage, in der die Frau sich immer noch befand und erhob sich. „Männer! Hierher! Sie lebt!“, schrie er so laut er konnte. „Wer hat den Schlüssel?“, fragte er die immer noch in einer Schockstarre befindliche Magdalena.

Als das Mädchen erneut nicht reagierte, griff Endres durch das Gitter und berührte es an der Schulter. „Magdalena. Es ist vorbei. Gleich bist du frei“, sagte er leise zu ihr. Doch Magdalena reagierte weiterhin nicht. Zu groß war der erlittene Schock und die vorangegangenen Qualen. So machte sich Endres selbst auf die Suche nach dem Schlüssel. Er fand ihm bei einem Mann in Hauptmannuniform, der mit gespaltetem Schädel tot in einer Blutlache lag. Angeekelt stieß er den Leichnam mit dem Fuß von sich. Schnell lief er zurück zu seiner Liebsten, um sie zu befreien.

Endres hob die am ganzen Körper zitternde Magdalena aus dem Käfig. Sie war so schwach, dass sie nicht einmal alleine stehen konnte. So stützte er sie und führte sie zu einem der Pferde, das ihnen aufgeregt mit den Hufen stampfend entgegen blickte. Er half ihr hinauf und schwang sich hinter ihr in den Sattel. Er griff um ihren abgemagerten Leib, um sie festzuhalten, damit sie nicht herunter fallen konnte. Endres spürte ihre völlig durchnässte Haut und die Knochen, die ihre Haut zu durchstoßen schienen durch das dünne Hemd, das weder vor Kälte noch vor Nässe schützte. Er beugte sich ein wenig vor. Leise flüsterte er ihr ins Ohr: „Endlich. Du bist frei. Ängstige dich nicht mehr.“ Doch Magdalena schien seine Worte nicht zu verstehen. Entsetzt versuchte er sich vorzustellen, welche Qualen sie durchlitten haben musste, dass sie in solch einem erbärmlichen Zustand war. „Alles wird gut“, flüsterte er erneut liebevoll in ihr Ohr.

Endlich drehte Magdalena ihren Kopf zu ihm, blickte ihn mit großen Augen an, in denen Tränen schimmerten. „Alles wird gut“, sagte sie so leise, dass Endres es kaum verstand. Doch sah er die Hoffnung in ihr und freute sich, sie endlich bei sich und in Sicherheit zu wissen.

„Aufbruch, Männer“, rief Endres seine Freunde zusammen. „Ins Lager!“ Die Vagabunden folgten ihm, einige zu Pferde, andere zu Fuß.

Am Ende des Tals hielt Endres kurz sein Pferd an. Er blickte sich um und sah ganz weit hinten die Sonne, deren Strahlen durch die dunklen Wolken brachen. Ein Zeichen Gottes? Oder doch ein Zeichen für ein zufriedenes Leben mit seiner Magdalena?

„Beides“, dachte sich Endres, stieß seinem Pferd die Hacken in die Seiten, dass es erschrocken einen Satz nach vorn machte. Dann ritt er mit seiner Magdalena im Arm zurück in die Freiheit und Sicherheit der Berge.

© by Brida Baardwijk / September 2017


Die Geschichte gibt es auch bei

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Oder in meinem Büchlein "Historical Stories" bei Bookrix