Der verliebte Spanner


Heute war ein Glückstag für Gunnar. Da vorn lief sie, seine heiße Flamme Luisa aus dem Block gegenüber. Sie hatte lange blonde Haare, einen Knackarsch, Beine bis in den Himmel und was für Brüste – klein und knackig, wie süße Äpfel. Zum Reinbeißen. Für Gunnar war es ein Segen, einen winzigen Augenblick einen Blick auf die Frau seiner Träume erhaschen zu können.

Vorsichtig schlich er hinter ihr her, immer auf der Hut, von ihr nicht bemerkt zu werden. Noch war er nicht so weit, ihr seine heiße und innige Liebe zu gestehen. Aber bald würde es soweit sein. Sie würde freudestrahlend in seine Arme sinken und sich ihm hingeben, genau so, wie er es sich in seinen schönsten Träumen erwünschte.

Die Büsche als Deckung nutzend, versuchte er, sich ihr noch mehr zu nähern. Wie gut, dass sie heute endlich im Park spazieren ging. Hier konnte sich der heimliche Beobachter viel besser verstecken.

Sonst hatte es Gunnar nicht so einfach, seine Angebetete zu beobachten. Das Fernglas an den Augen, hinter der Gardine am Fenster versteckt, war nicht so das Gelbe vom Ei. Wenn er Glück hatte, konnte er einen Blick auf ihren nackten, makellosen Körper erhaschen, wenn sie vom Bad in ihr Schlafzimmer ging. Wenn man in einem so großen Wohngebiet wohnte, musste man immer damit rechnen, dass Nachbarn einen nicht gewollten Blick erhaschen wollten. Gunnars Glück war es, dass er zwei Stockwerke höher wohnte und somit unbemerkt gut zu ihr hinüber schauen konnte.

Im Sommer lag sie oft nackt auf ihrem Balkon und sonnte sich. Eine Augenweide für den heimlichen Beobachter, der diesen Anblick in sich aufsog wie ein trockener Schwamm und sich vorstellte, er läge neben ihr und könne ihr ebenmäßiges Gesicht bestaunen, das bereits eine leichte Bräune angenommen hatte.