Bestrafe mich!

 

Ein Beitrag zum 51. Kurzgeschichtenwettbewerb

im Juli 2018 zum Thema "Hautnah"

bei www.elpforum.de


Kalter Schweiß rann Rick über den Rücken und ließ ihn frösteln. Ihm war so kalt, dass er sich am liebsten unter die heiße Dusche gestellt hätte. Er spürte, wie sich eine Gänsehaut bildete und erschauderte. Im nächsten Moment wurde ihn aber auch siedend heiß. Er befand sich in einem Wechselbad der Gefühle, was ihn am ganzen Körper zittern ließ.

Madame Luna, seine Domina, umrundete ihn. Obwohl der Raum nur spärlich erleuchtet war, sah er die Umrisse der schlanken Person recht deutlich. Auch bemerkte er, wie sich Madame Lunas Blicke lüstern in seinen Rücken bohrten und nach unten zu seinem Gesäß wanderten. Unwillkürlich spannte er die Arschbacken an.

Rick mochte es, wenn die Domina ihn umkreiste und seinen durchtrainierten, gepflegten Körper begutachtete. Er wusste, sie liebte es, wenn er sich für sie besonders herrichtete. So hatte er es sich zum Ritual gemacht, vor jedem Besuch bei Madame Luna seinen Körper peinlich genau zu enthaaren. Kein einziges Härchen sollte die intensiven Berührungen stören. Hautnah wollte er die Riemen der Peitsche auf seinem Körper erleben.

Ricks Leib stand unter Hochspannung. Seine Haut glänzte vor Schweiß, der in dicken Tropfen an ihm herunterrann. Am liebsten würde er Luna anschreien, ihn doch endlich ihre Peitsche spüren zu lassen. Wie sehr genoss er es, wenn die dünne Gerte auf seine nackte Haut traf. Wenn die Striemen, die die kräftigen Hiebe verursachten, so sehr schmerzten, dass er ein gequältes Stöhnen unterdrücken musste. Dies machte ihn mehr an als ein junges Mädchen, das seine Reize offen zeigte.

Madame Luna schien seine Gedanken zu erraten. „Wehe, du bekommst einen Ständer“, drohte sie ihm, dabei süffisant lächelnd. Wie nebenbei spürte er einen leichten Hieb gegen seine Hoden. Er wusste, sie würde sich eine besondere Strafe ausdenken, wenn er sich ihren Befehlen widersetzte. Ihre Blicke verrieten eindeutig, dass sie nicht spaßte.

Nun bekamen seine nackten Schenkel die Gerte zu spüren. Es schmerzte nur wenig, er wusste, das war erst der Anfang. Rick wünschte sich, sie würde endlich richtig loslegen. Er sehnte sich nach diesem Kribbeln, das ihn in einen regelrechten Taumel fallen ließ. Den Gefallen tat ihm die Domina leider nicht. Sie umrundete ihn weiter und neckte ihn nur mit schwachen Streichen.

Rick stand in der Mitte des Raumes und harrte der Dinge, die kommen würden. Er zitterte, allerdings nicht vor Angst oder Scham, sondern mehr vor Erregung.

Aus heiterem Himmel und vollkommen unvorbereitet traf den Mann ein sehr viel heftigerer Schlag. Rick zuckte zusammen. Ihm entfuhr ein unterdrücktes Stöhnen. Doch sogleich spürte er, wie seine Erregung wuchs.