Der Saunabesuch


Luisa war seit zwei Jahren geschieden. Nach über zwanzig Jahren Ehe entschied ihr Mann urplötzlich, ein neues Leben zu beginnen - ohne sie - dafür mit einer viel jüngeren Frau an seiner Seite. Seitdem war Luisa allein. Einen neuen Mann gab es zur Zeit nicht in ihrem Leben. Klar, sie hatte schon sexuelle Bedürfnisse. Für eine Frau Mitte vierzig war das ganz normal. Sie sehnte sich zwar danach, endlich wieder in den Armen eines Mannes zu liegen und die Liebe genießen zu können. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen. Sich dem erstbesten an den Hals werfen wollte, sie auch nicht. Um die Sache mal richtig beim Schopfe zu packen und sich auf die Suche zu machen, fehlte ihr das Vertrauen. Zu tief waren noch die Wunden, die ihr Exmann bei ihr hinterlassen hatte.

Seit sie geschieden war, hatte Luise es sich allerdings angewöhnt, regelmäßig in die Sauna zu gehen. Bei ihrem ersten Besuch geriet sie versehentlich in die gemischte Abteilung. Anfangs war es ihr peinlich, nackt zwischen den vielen Unbekannten zu sitzen und zu schwitzen. Inzwischen aber machte ihr das nichts mehr aus und sie blieb einfach dabei.

Eines Tages begegnete sie dort einem etwa ihrem Alter entsprechenden Mann. In der gemischten Sauna sah sie ihn zum ersten Mal, oder er war ihr bisher noch nie aufgefallen.

Als sie beide im finnischen Dampfbad schwitzten, beobachtete sie ihn heimlich. Er saß etwas von ihr entfernt. In ihren Gedanken stellte sie sich die wildesten Stellungen vor, die sie mit ihm ausprobieren könnte. Ihre Lust ließ sie nicht mehr los, so schmiedete sie einen Verführungsplan.