Unverhofft verführt

Ein Beitrag zum 57. Kurzgeschichtenwettbewerb 

im Januar 2019 im ELP-Forum

Thema: "Unverhofft"


Als Linus ins Bad kam, staunte er sehr. Seine Frau stand vor dem Spiegel und machte sich hübsch. Er rätselte, warum sie das tat. Wenn nicht für ihn, für wen dann?

 

„Ich fühlte mich so verspannt und nahm daher ein heißes Bad“, antwortete Franziska ausweichend auf seine Frage. Sie hatte ein flauschiges Badetuch um ihren wohl proportionierten Körper geschlungen. Der Rand des Tuches endete knapp unter ihren Pobacken. Jedes Mal, wenn sie sich bewegte, rutschte genau dieser Rand eine Etage höher und bot einen unverhofften Einblick.

 

Linus bekam große Augen. Franziska trug kein Höschen. Das brachte sein Blut in Wallung. Jetzt beugte sie sich auch noch nach vorn, um ihre Haare mit dem Fön zu trocken. „So ein Biest“, dachte sich Linus, der bei diesem Anblick langsam aber sicher in arge Nöte kam. Wegsehen wurde unmöglich. Es kam ihm vor, als würde Franziska ihn herausfordern. Er gab sich die größte Mühe, sich nichts anmerken zu lassen.

 

Franziska jedoch machte es ihrem Mann nicht einfach. Nun spreizte sie sogar noch ihre Schenkel, so dass Linus den allerbesten Ausblick auf ihr intimstes Geheimnis hatte. Ganz unbewusst tat sie dies garantiert nicht. Ihm wurde noch heißer und die Hose enger.

 

Es schien, als würde auch Franziska das Geschehen nicht gerade kalt lassen. Zwischen ihren kleinen Lippen bildeten sich winzige Tröpfchen. Waren das schon Anzeichen beginnender Lust?

 

Linus riss sich von dem herrlichen Anblick los. „Du kannst es wohl nicht lassen“, meinte er breit grinsend zu Franziska und stellte ich hinter sie.

 

Franziska blickte ihn über die Schulter hinweg an. Ihre Augen glänzten, die roten Lippen waren leicht geöffnet. Die Zungenspitze blickte keck dazwischen hervor. „Wie meinst du das?“, fragte sie scheinheilig und schob ihren Hintern näher an Linus heran. Fast schon berührte er die Beule in seinem Schritt.

 

„Du weißt genau, was ich meine“, erwiderte Linus gequält. „Du machst mich ohne jede Hemmung an.“

 

„So, mach ich das? Ich darf wohl nicht?“ Franziska tat unschuldig. Im gleichen Moment ließ sie das Badehandtuch fallen. „Na“, lockte sie ihn und wackelte aufreizend mit ihrem Allerwertesten. Ihr Atem ging ein wenig schneller als normal.