Wer sucht, der findet


Eigentlich wollte ich es nicht wieder tun. Doch irgendwie zog es mich immer wieder magisch an, fremde Typen anzumachen. Gefiel mir einer, musste ich es einfach tun. Es war wie verhext.

Ist der Ruf erst mal ruiniert, vögelt sich’s ganz ungeniert, war meine Devise.

So war es auch wieder vor einigen Tagen, als ich eine bekannte Diskothek in meiner Heimatstadt unsicher machte. Hier war ich längst bekannt wie ein bunter Hund.

Diesmal ging ich alleine hin. Ich hatte zwar viele Freundinnen, doch an diesem Wochenende hatte keine von ihnen Zeit für mich. Nicht einmal meine beste Freundin konnte sich freimachen. Ich war deswegen anfangs zwar ein wenig vergnatzt, aber dann wollte ich mir dadurch nicht die Stimmung verderben lassen.

Gelangweilt stand ich an der Bar und starrte mit einem Cocktailglas in der Hand auf die fast leere Tanzfläche, wo sich erst einige Paare im Takt der Musik bewegten. Ich selbst tanze nicht so gerne, ich schaue lieber zu und orte dabei meine Opfer. Bis jetzt war die Disko zwar noch nicht so voll, wie sonst an den Samstagen, aber es war ja erst kurz nach 22 Uhr. Die Stoßzeit begann erst gegen Mitternacht und erst dann fing auch meine Jagdzeit an.